HAUSZELT, WIGWAM ODER ANHÄNGER?
Zeltkomfort macht Arbeit, lohnt es sich zu investieren?
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Komfortanhänger mit Q
Unter den ausgewachsenen Wohnanhängern nehmen in der DDR die Modelle der Dresdner Firma Nagetusch unbestritten die Spitzenposition ein. Sie erfüllen in Konstruktion aud Ausführung verwöhnte Ansprüche, bieten wohldurchdachte Lösungen und Qualitätsverarbeitung. Ihr Äußeres wird durch die gelungene Linie der Aluminiumaußenhaut mit den formschön eingeschnittenen Ausstellfenstern bestimmt. Der für Pkw der Wartburg-Größe in Frage kommende Typ "Brillant" hat eine Aufbaulänge von 3 m, eine Masse von 490 kg und bietet Platz für zwei Erwachsene und ein Kind. Der Aufbau ist 1,75 m breit, die lichte Höhe im Innenraum beträgt 1,85 m.
Die Innenausstattung bietet alles, was man von einem Wohnwagen verlangen kann. Der Typ "Brillant" kostet etwa 9500 DM, der größere für Wagen der Wolga-Klasse über 12000 DM. Dieser Aufwand verlangt eine volle Ausnutzung. Artisten und Vortragsreisende, die heute hier und morgen dort sein möchten und ihn Monatelang hintereinander benutzen, können ihn wirtschaftlich einsetzen. Wer außer für den Ferienaufenthalt den Wagen noch als Wochenendquartier gebrauchen kann, für den mag die Anschaffung lohnend sein. Jedoch sollte er sich zuvor absichern, ob eine länger dauernde Aufstellung auf dem Wochenendstandplatz gestattet ist. Dieser Wagen braucht natürlich auch ein ordentliches Winterquartier, zumindest einen offenen Schuppen, wo man ihn aufbockt.
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Quelle: Deutscher Motorkalender 1965
HAUSZELT, WIGWAM ODER ANHÄNGER? Peter Roon, S. 128-137, Ausschnitt
Deutscher Militärverlag, Berlin 1964